SPD und FDP schließen die Grundschule Istrup!
In der Sitzung des Stadtrats am 16.09. wurde, auf Antrag der SPD-Fraktion hin, beschlossen, die Grundschule Istrup zu schließen. An dieser Schule wird nun zum Schuljahr 2011/2012 keine neue erste Klasse mehr eingeschult.
Die CDU hat gegen dieses Vorgehen gestimmt, mit dem Ziel, alle 5 Grundschulen der Stadt Blomberg zu erhalten: „Kurze Beine, kurze Wege" sollte bei den Grundschulen das Ziel sein.
Es wäre möglich gewesen, die Schule offen zu halten und dann ein langfristiges Konzept zu erarbeiten, anstatt nun Flickwerk zu betreiben. SPD-Fraktionschef Borchard gab zu erkennen, dass die SPD als nächste Schule die am Paradies schließen möchte. Es wäre darum nur fair gewesen, einen langrfistigen Plan zu erstellen.
Warum kam es zur Schließung?
- Die Bezirksregierung in Detmold (zuständig für die Schulaufsicht) hatte Anfang des Jahres die Stadtverwaltung zum Handeln aufgefordert, weil die Grundschule in Reelkirchen nicht mehr genügend Schüler für eine Eigenständigkeit aufweisen konnte.
- Die Bezirksregierung hat die Stadt jedoch nicht dazu aufgefordert, eine Schule zu schließen!
Gab es Alternativen?
- Ja, die gab es. Es wäre möglich gewesen, einen Schulverbund zwischen der Grundschule am Weinberg in Blomberg und der Grundschule in Reelkirchen zu errichten. Auf dieses Weise wäre faktisch aus zwei Schulen eine geworden, die aber an zwei Standorten besteht.
- Wenn gesagt wird, dies sei nicht möglich, stimmt das nicht. In der Stadt Lügde wurde ein Verbund zwischen den Grundschulen in Rischenau und Elbrinxen genehmigt. Beide Schulen bestehen noch heute und funktionieren.
- Es wäre auch möglich gewesen, über Schuleinzugsbezirke (die Landesregierung möchte sie wieder einführen) die Schülerströme zu steuern.
Hätte es nicht viel Geld gekostet, die Schule bestehen zu lassen?
- Es wären ca. 7.000 € pro Jahr an gestiegenen Schülerbeförderungskosten entstanden, weil einige Kinder nach Reelkirchen gefahren worden wären.
- Jetzt wird kein Geld eingespart, auch wenn Bürgermeister und Verwaltung dies gern sagen. Das Gebäude gehört weiterhin der Stadt Blomberg. Ein Verkauf ist sehr unrealistisch (wer kauft schon ein Schulgebäude, welches sich auch nur so nutzen lässt?).
Was bedeutet die Schließung?
- Es müssen nun die Kinder der Grundschule Istrup zusätzlich jeden Tag mit dem Bus durch die Gegend gefahren werden. Dies ist nicht nur unter Umweltgesichtspunkten unsinnig!
Was hat die Verwaltung mit dem Bürgermeister an der Spitze getan?
- Das Bild der Verwaltung war mehr als traurig. Es wurden ein paar Seiten mit Tabellen erzeugt, mehr nicht. Der Bürgermeister selbst hat sich nicht getraut, für den Erhalt oder die Schließung zu sprechen. Er hat die SPD die Drecksarbeit machen lassen. Erst bei der Abstimmung ließ er seine Meinung erkennen und stimmte für die Schließung. Wir erwarten aber vom Bürgermeister, dass er als Repräsentant der Bürger dieser Stadt eine Stellungnahme abgibt. Auch hätte in der Verwaltung ein Konzept erarbeitet werden müssen. Die Politik kann nicht die Verwaltungsarbeit erledigen. Wir können nur sinnvoll entscheiden, wenn wir gut informiert werden. Dies war hier nicht der Fall!
Wie haben die Mitglieder des Stadtrats abgestimmt?
- Der Bürgermeister stimmte für die Schließung
- Die SPD-Ratsmitglieder stimmten für die Schließung
- Das Ratsmitglied aus Istrup, Landtagsabgeordneter Jürgen Berghahn, erschien nicht zu dieser wichtigen Sitzung
- Die FDP stimmte für die Schließung
- CDU, Freie Bürger und Grüne votierten gegen die Schließung

